Zwischen den Regalen

von jtkn

Der Suhrkamp Verlag hat seinen neuen Hauptsitz in Berlin-Mitte bezogen. Entworfen wurde das Betonensemble als eine sorgfältige Stadtreparatur von Roger Bundschuh. Das Innenleben des Verlagshauses hat das Team von Kinzo geplant. (…) Die konisch geformten Etagengrundrisse ergeben sich aus der stadtplanerischen Setzung – die Architektur erinnert selbst an eine überdimensionale doppelte Regalreihe. Roger Bundschuh geht es dabei, wie schon zuvor beim benachbarten L40, um eine Auflösung des Blockrands. Das neue Haus soll eben nicht wie der Poelzig-Bau sein, der an dieser Stelle einmal stand, sagt Bundschuh, sondern das genaue Gegenteil: „Kein Blockrand, kein enger Hinterhof.“ Stattdessen öffnet sich sein Entwurf zum Rosa-Luxemburg-Platz und zur Linienstraße. „Es gibt keine Schauseite und keine Rückseite, der städtische Raum umgibt das Gebäude.“ Während die dunkle Fassade des L 40 gegenüber als markanter Monolith den Stadtraum bespielt, bezieht sich der Suhrkamp-Neubau mit seiner hellen, warmen Betonfassade in Form und Farbigkeit auf den Bühnenturm der Volksbühne. Noch sind die Außenanlagen nicht endgültig fertiggestellt. Im Innern wird dagegen bereits am nächsten Kapitel der Geschichte des Suhrkamp-Verlages geschrieben.

Zum gesamten Artikel, erschienen bei www.stylepark.com