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Kategorie: Jeanette Colette

Viking Café Iceland

Mein Lieblingsprojekt steht in der Wildnis: Das Viking Café Iceland ist ein kleines Café am Fuße Litla Horn in Höfn. Seit 2011 betreiben Ómar Antonsson (ein direkter Nachfahre der Wikinger), der Schauspieler Florian Kleine und ich den Sommer über dieses kuschelige Café an der Ostküste Islands – Berlin goes Icelandic!

vikingcafe-iceland.com

Poissons

Waiting for White Horse

Berliner Alpenwiese

Federvieh

„Federvieh” oder auch „Einen schrägen Vogel gibt es immer” ist eine Reihe gezeichneter Federkleider. (Schwarze Tinte auf weißem Büttenpapier/ Jeanette Colette/ November 2010)

www.flickr.com/photos/jeanette_k

Kreative Nervosität

(Zeichungen und Collage: Jeanette Colette, November 2010)

 

 

Puzzle in der Landschaft

An temporären Werken wird immer besonders deutlich, wie schnell die Zeit vergeht. Gerade standen sie noch, da sind schon abgebaut – als wäre nie etwas gewesen und zurück bleibt nichts als eine gähnende Leere. Auch das temporary museum (lake) von dem Amsterdamer Studio Anne Holtrop ist längst passé. Nur sechs Wochen stand dieses Kleinod mitten in einem Naturschutzgebiet in der Dünenlandschaft von Heemskerk bei Amsterdam.

Der Pavillon, dessen fließende Form im Grundriss an einen See erinnern soll, stand bis zum Herbstanfang. Bereits 2009 hatte der Künstler und Architekt Anne Holtrop (er ist wirklich männlich) in Almere ein ähnliches Projekt realisiert, das Trail House: Ebenfalls temporär, ebenfalls mitten in der Landschaft und ebenfalls der Versuch, eine amorphe Architekturstruktur mit der Landschaft und den sie durchquerenden Pfaden zu verbinden.

Zarte Zeichnungen waren der Beginn dieses Bauwerks. Der Niederländer hat sich hier vom französischen Dadaisten Jean Arp inspirieren lassen: „Er suchte mit seinen Zeichnungen nach einer universellen Sprache“, so Holtrop. „Das endete in Bildern, die nichts spezifisches oder konventionelles mehr zeigten, die keine direkte Bedeutung mehr hatten.“ Holtrop will das mit seinem Gebäude erreichen: Fließende, instinktiv gezeichnete Formen,  die einen Raum definieren, der nicht definiert ist. So ergeben sich scheinbar zufällig unbegehbare Engstellen oder bubbleartige Enden – der Pavillon wirkt wie ein verloren gegangenes Puzzlestück in der Landschaft.

Die Wände sind aus beschichtetem Pappelholz gebaut. Ein erheblicher Teil des Pavillons ist geschlossen, es gibt nur vier Fenster und einen schmalen Eingang in das Minimuseum. Denn der Pavillon wurde eigens für eine kleine Kunstausstellung mit Werken von Renie Spoerer, Eva-Fiore Kovacovsky, Driessens & Verstappen und Sjoerd Buisman errichtet. Jedem Künstler ist ein eigener Flügel des Gebäudes zugeteilt, jeder Flügel verfügt über genau ein Fenster, dessen Form sich wiederum auf die Arbeiten bezieht bzw. diesen eine Verbindung zur Landschaft brachte. „Die amorphe Landschaft draußen setzt sich innen fort. Es ist ein kleines Gebäude, aber ich habe die gekrümmten Innenräume so gebaut, dass man nie den gesamten Innenraum sieht.“

Die Kunstwerke im Inneren zeigten Interpretationen der Landschaft. Zeigten. Wie schon gesagt, dieser Pavillon steht leider nicht mehr. Man könnte sich auf die Suche machen, die Reste sammeln, und ihn eventuell wieder aufbauen. Wahrscheinlich zwecklos. Wir warten gespannt auf den nächsten Pavillon von Anne Holtrop, der bestimmt schon im nächsten Sommer auf einer weiteren holländischen Wiese stehen wird. (jk)

(erschienen in den BauNetz-Meldungen am 4. November 2010)

Kommando Schere!

(Collagen: Jeanette Colette, Oktober 2010)
www.flickr.com/photos/jeanette_k/

Gestern: Café d’amour

Gestern ein Café d’amour alleine zu Hause.
Danach kurz Sonne auf dem Balkon.
Boden gewienert, geschrubbt und poliert.

Dazu folgende Nachrichten aus dem Radio:
Hello: F. Steinmeier ist zurück.
Schade: Paul ist tot.
Protestzug: Stuttgart war heute zu Besuch in Berlin.
Achtung: Der Personalausweis wird ab nächsten Montag elektronisch. Und teurer.

Was macht eigentlich Jörg Kachelmann?

Gefunden

Es gibt vielleicht doch  einen achten Harry Potter Band.

Ein Kunstherz ist nur vier Zentimeter lang.

Jonathan Franzen wurde in London bei einer Lesung die Brille von der Nase gestohlen.

Den Koran gibt es in blau für Jungs, in rosa für Mädchen.

Alle wissen, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis bekommen hat, nur der Preisträger selbst nicht. Liu Xiaobo sitzt im Gefängnis.

Die drei Karpfen dürfen für die Woyzeck-Inszenierung am Theater Konstanz auf die Bühne. Der Einsatz der Tiere sei keine gewerbsmäßige Zurschaustellung. Aha!

Island wird 2011 das Gastland auf der Frankfurter Buchmesse sein.

Es gibt nur einen Mesut Özil.