Du

Deine weißen Tennissocken
dein Bart, täglich frisch rasiert
deine selbst gedrehten Zigaretten
dein Lachen bei einem Witz von mir
deine selbst gewählte Einsamkeit
deine Selbstgerechtigkeit

deine T-Shirts, aus denen du die Waschanleitungen geschnitten hast
deine Armbanduhr auf dem Tisch, weil du sie zu Hause nie trägst
deine Prinzipien, die du niemals brechen wirst
deine Rituale, die du niemals ändern wirst
deine nackten Füße auf dem Parkett

dein starrer Blick aus dem Fenster
dein Stuhl, auf dem du nur du sitzen durftest
deine Nasenflügel, die beim Sprechen beben
dein Gesicht, das verblast
deine Seele, die verschwunden ist
das was bleibt ist wenig: Ich

(Jeanette Kunsmann/ Januar 2009)

1 Kommentar

  1. Wenn´s Zweifel über Zufälle gab, sollte man ab sofort damit aufräumen. Ich sitze auf der Arbeit, meinem Job der die finanziellen Engpässe meines Studiums erweitern soll, stöbere, Blog-verliebt wie ich bin, durchs Internet, stoße auf unglaublich interessante Texte. Sehe das Thema Architektur, was mich bislang auch nicht sonderlich zum verweilen aufrief, sehe aber auch: Deinen Namen. Jeanette Kunsmann… Hmm, kommt mir bekannt vor.. geboren 1983 in Dortmund, trifft auch auf mich zu. Okay. Aber hey: Jeanette Kunsmann! Ja, klar! Hohwart-Grundschule Dortmund, Herr Kiese. Zack! Verstaubte, brüchige Erinnerungen.

    Ich dachte, ich lass Dich an meiner sonderbaren Erfahrungen mit Zufällen teilhaben. Vielleicht erinnerst Du dich ja auch sogar auch noch. Ca. 20 Jahre ists her 🙂

    Zu guter Letzt: Gute Arbeit,talentiert!

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