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Tag: Jeanette Kunsmann

Publishing

Ruby Press-Portait in der neuen Domus

Fotos: Simon Menges, Juli 2012

Herman Hertzberger

Er hat den Funktionalismus für tot erklärt, den Strukturalismus in Holland mitbegründet und erfindet sich als Architekt immer wieder neu. Herman Hertzberger ist nicht nur einer der großen niederländischen Nachkriegsarchitekten, er ist ein ebenso bedeutender Theoretiker und Buchautor, Lehrer und Professor. 2012 ist Hertzberger als Architekt immer noch genauso aktiv wie vor 50 Jahren. Heute, am 6. Juli 2012, feiert Hertzberger seinen 80. Geburtstag. Die Baunetzwoche zeigt ein Portrait über den holländischen Architekten, der sich selbst als Produkt des Team X bezeichnet. Happy Birthday, Herman Hertzberger!

Mehr in der Baunetzwoche#277

documenta: 100 Tage Kunst

„Art ist for the moment, architecture is for staying“, hat Toyo Ito einmal gesagt. Ist Kunst wirklich für den Augenblick? Seit Samstag stellt die documenta für 100 Tage eine ganze Stadt auf den Kopf. Alle fünf Jahre wird Kassel aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst und in einen der größten Schauplätze zeitgenössischer Kunst verwandelt. Abseits großformatiger Leinwände sind in Kassel künstliche Hügel, spielende Hunde und tanzende Motoren, verpuppte Schmetterlinge, jede Menge Wandteppiche und unzählige Videoinstallationen zu bestaunen. In der Karlsaue formen dekonstruierte Galgen eine Art Klettergerüst, außerdem verstecken sich mehr als 30 kleine Gebäudeskulpturen im Park. Es gibt viel zu entdecken, auch der japanische Architekt Toyo Ito zeigt ein Projekt im Rahmen der großen Kunstschau. Notizen aus Kassel, dem Olymp der Kunst. (jk)

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REDUCE REUSE RECYCLE

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Reduce Reuse Recycle: Mit diesen drei Schlüsselbegriffen aus der Abfallwirtschaft hinterfragt der deutsche Pavillon auf der Architekturbiennale 2012 in Venedig den Umgang mit der vielschichtigen Ressource Architektur. Eine kluge und unverkrampfte Auseinandersetzung mit dem Baubestand fordert der Kurator Muck Petzet. „Der geringste Eingriff ist manchmal der beste“, so der Münchner Architekt. „Und gar keine Veränderung kann die allerbeste sein.“ Insgesamt 16 ausgewählte Projekte sollen diese provokative These belegen und mögliche Strategien, Wege und Positionen zeigen; fünf davon wurden nun auf der ersten Pressekonferenz vorgestellt. Ein Gespräch mit Muck Petzet über sein Konzept, die Wahrnehmung von Alltagsarchitektur und Missverständnisse der Denkmalpflege.

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MACHEN!

Nachhaltiges Bauen ist mehr als Solarpaneele auf dem Dach oder eine Wärmepumpe im Keller. Um neue Konzepte für eine nachhaltige Architektur und Stadtentwicklung zu finden, müssen Architekten mehr leisten, als auf bewährte Systeme und geprüfte Tabellen zurückzugreifen. Nachhaltigkeit ist eine große Unbekannte, die stets aufs Neue erforscht werden will­ – ein Lernprozess. Wie aber kann man Nachhaltigkeit sinnvoll entwerfen?

In diesem Buch werden sechs Projekte vorgestellt, die genau aus diesem Grund ausgezeichnet wurden. Francis Kéré, realities:united, das Team von Anna Heringer, Martin Rauch, Nägele Waibel Architekten zusammen mit Salima Naji sowie die Büros Ziegert Roswag Seiler, Sauerbruch Hutton und Barkow Leibinger entwickeln nachhaltige Gebäude und urbane Interventionen aus einem konzeptionellen Ansatz. Nachhaltiges Bauen ist für sie kein bloßes Sahnehäubchen, sondern ein elementares Gestaltungsmerkmal von Architektur. Ein Gymnasium für 1.200 Schüler in Burkina Faso und ein Zentrum für nachhaltiges Bauen in Marokko aus Lehm, eine zweigeschossige Schule in Pakistan, die sich aus einem Lehmkorpus und einer leichten Bambuskonstruktion zusammensetzt, das „Smart Material House“ aus Infraleichtbeton in Hamburg, das wie ein Kartenhaus aus Beton gebaut werden soll, ein 26 Meter hohes Wohn- und Büroensemble aus Holz in Helsinkis Stadtquartier „Low2No“ und das 750 Meter lange Flussbad in der Berliner Spree: Alle Entwürfe und Ideen zeichnen sich zum einen in der Erforschung neuer Materialien, Bautechniken und Typologien, und zum anderen durch die Wiederaufbereitung traditioneller und lokaler Bauweisen, die im Zuge der Modernisierung verloren gegangen sind, aus. Nicht zu vergessen: die sozialen Prozesse, die auf diversen Ebenen in den Projekten integriert wurden.

Die Publikation zeigt die Besonderheiten der einzelnen Projekte, stellt ihre Planungen sowie technische Lösungen im Detail vor und beschreibt die jeweiligen Hintergründe und Entstehungsprozesse. Während Frank Barkow und Regine Leibinger einen Investor für das „Smart Material House“ suchen, Anna Heringer und Martin Rauch mit den Bauherrn in Marokko verhandeln, werden in Burkina Faso schon die ersten Lehmwände des Collége de Gando gegossen. Und scheinen sie teilweise extrem verschieden, eines haben alle Projekte gemeinsam: Es sind kleine Maßnahmen mit großer Wirkung – Nachhaltigkeit muss schließlich einfach sein. Auf beispielhafte Weise erfüllen die sechs vorgestellten Projekte die „target issues for sustainable construction“, die Bewertungskriterien der Holcim Awards in fünf internationalen Regionen, und zeigen Möglichkeiten, wie man nachhaltige Architektur entwerfen kann. Dafür wurden sie von der Holcim Foundation for Sustainable Construction ausgezeichnet. Sie gehören gemacht! (Jeanette Kunsmann)

Machen! – Die Deutschen Gewinner der Holcim Awards 2011/2012
Holcim Foundation for Sustainable Construction, Berlin/Zürich 2012
Texte: Jeanette Kunsmann, Ilka & Andreas Ruby, Ruby Press, Berlin
Layout: Belgrad, Berlin
Paperback, 96 Seiten, 30cm x 24 cm, deutsch, USD 28.00

Die Lehm-Moderne

Bisher fand Lehm in Architektenkreisen nur wenig Beachtung; dieses Image wandelt sich. Mit Hilfe moderner Technologien gibt es heute völlig neue Möglichkeiten für den Lehmbau. Die BAUNETZWOCHE zeigt Beispiele von Francis Kéré, Anna Heringer, Martin Rauch und dem Berliner Büro Ziegert Roswag Seiler. Ist Lehm der Baustoff der nächsten Moderne?

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Learning from Tokyo

Was für ein Event! Riken Yamamoto und Sou Fujimoto, aber auch jüngere, hierzulande noch weniger bekannte Architekten wie Go Hasegawa und Ryuji Fujimura aus Tokio sind zu Besuch in Zürich, weil die Schweizer Stadt von der japanischen Metropole lernen will. „Learning from Tokyo“ lautet der Titel des zweitägigen Symposiums, zu dem das Architekturforum Zürich Anfang März eingeladen hatte. Dahinter versteckt sich die Frage nach neuen innerstädtischen Wohnbauten, Verdichtung des urbanen Wohnens und der Stadtentwicklung in den kommenden Jahrzehnten – ein Dialog zwischen japanischen Architekten und Schweizer Baumeistern auf der Suche nach klugen Wohnformen für heute und morgen. (jk)

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Learning from Tokyo: Sou Fujimoto, Mathias Heinz, Ryoko Ikeda, Go Hasegawa, Riken Yamamoto, Akihisa Hirata, Ryuji Fujimura, Sasha Cisar, Hiromi Hosoya und Markus Schaefer (Foto: Axel Vansteenkiste)

Original + Ersatz

Am kommenden Mittwoch wird in Brünn die sanierte Villa Tugendhat wiedereröffnet. Über Detektivarbeit in der Denkmalpflege, Retrofuturismus und die Debatten zum aktuellen Umgang mit den Bauten der Moderne…

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Mehr zur Wiedereröffnung der Villa Tugenhat: www.tugendhat.eu

Baumhäuser

Es sind kleine Hütten, die sich in den Baumkronen verstecken, kapselartige Zellen oder gezimmerte Nester. Wurden Baumhäuser lange als Spielräume für Kinder angesehen, haben sich in den letzten Jahren eine Reihe von Architekten von dieser ungewöhnlichen Bauaufgabe zwischen Ästen und Blättern faszinieren lassen. Wir haben uns einige dieser neuen Wipfelbauten angesehen und ungewöhnliche Baumparasiten in Deutschland, Japan, Neuseeland, Schweden, und Frankreich entdeckt: Die BAUNETZWOCHE zeigt schwebende Lese- und Gästezimmer im Garten, verborgene Minihotels im Wald, Baumhütten mit Meerblick, ein Restaurant im Blätterwald und einem Baumkindergarten mitten in Tokio.

Mehr in der Baunetzwoche#254 „Baumhäuser“

Im Gespräch mit realities:untited

www.architekturclips.de/featuring_realities_united

Konzept/Kamera/Schnitt: Fred Plassmann, Isabel Schmidt
Interview: Jeanette Kunsmann
09/2011, 6:35 min

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